Magnetische Gleichfelder

Verzerrungen im natürlichen Magnetfeld der Erde

Die Erde besitzt ein magnetisches Gleichfeld. Das ist mit dem Kompass als einfachstes Hilfsmittel leicht nachweisbar. Das Erdmagnetfeld hat - regional betrachtet - überall die gleiche Feldintensität (in Süddeutschland zwischen 6000 und 100.000 nano Tesla), sowie eine einheitliche Feldrichtung, nämlich von Norden nach Süden. Dieses Feld dringt in jeden Baukörper nahezu ungehindert ein. Ein Nachweis ist also auch im Inneren von Gebäuden jederzeit möglich. Normalerweise sollten im Haus, vor allem im Schlafzimmer im Bereich der Liegefläche, möglichst dieselben Feldverhältnisse herrschen, wie in der freien Natur. Die Feldintensität sollte an jedem Punkt des Raumes und an jedem Punkt der Liegefläche gleich stark sein. Bestmögliche Schlafrichtung Nord – Süd.

Im Inneren von Gebäuden werden jedoch immer wieder gewisse Verzerrungen dieses natürlichen Erdmagnetfeldes nachgewiesen. Die Verwendung von Eisen und Stahl, also ferromagnetischen Materialien, für Decken und Unterzüge, Heizöltanks sowie Installationsrohre, Heizkörper, Gussbadewannen. Metalltürzargen und dergleichen ist weit verbreitet. Diese dadurch baulich bedingten Verzerrungen im Erdmagnetfeld sind leider meist nicht zu beseitigen.

Im Datenblatt finden Sie die Messergebnisse, angegeben in Grad der Kompassabweichung. Abweichungen bis 2 Grad sind unbedenklich, 2 - 10 Grad sind tolerierbar.

Wichtiger noch als im Raum sind die Feldverhältnisse unmittelbar über der Liegefläche des Betts.

Untersucht werden die Abweichungen von dem natürlichen Erdmagnet - Feldrichtung. Oft steht eine relativ homogene Feldstärkeverteilung im Raum einem komplett verzerrtem Feldspektrum in der Liegefläche gegenüber. Auslöser sind Federkernmatratzen und andere Metallteile unter dem Bett.

Entscheidend ist, dass der Mensch während der Regenerationsphasen dieselben Feldverhältnisse vorfindet, denen er in der Natur seit Jahrtausenden ausgesetzt ist. Weil das menschliche Nervensystem wie ein informationsverarbeitender Rechner arbeitet, können Feldveränderungen im Erdmagnetfeld die Nervenzelle irritieren.

Die Nervenzelle ist - im Gegensatz zu einem technischen Stromleiter - selbst reizempfindlich und reaktionsfähig und daher nicht nur ein Leiter, sondern auch selbst Stromgenerator.

Es ist daher besonders wichtig, dass während des Schlafs, z. B. im hautnahen Kontakt auf einer Federkernmatratze, durch magnetfeldstörendes Metall (Federspiralen) das Nervensystem des Menschen nicht gestört werden darf.

Feldverzerrungen sind daher auf ein Minimum zu reduzieren. Hinsichtlich ihrer Beurteilung gilt dasselbe, wie für Verzerrungen im Bettbereich.

Gemessen werden die Magnetfeldveränderungen, ausgelöst von geschlossenen Metallringen (z.B. von einem Matratzenlattenrost aus Metall) mit dem Kompass oder auch durch einen Geomagnetometer.

 

Magnetfeldstörung durch Federkernmatratze möglich

Das "Herz" einer Federkernmatratze sind ineinander verbundene Stahlfedern. Messungen zeigen Feldverzerrungen und statische Aufladungen.

Magnetfeldstörungen über einer Federkernmatzratze lassen sich sehr einfach mit einem normalen Kompass nachweisen.

Bei gestörten Matratzen wird die Kompassnadel beim Verschieben auf der Matratze u. U. sogar sehr stark abweichen.

Es gibt aber auch starke Magnetfeldveränderungen in vertikaler Richtung durch Stahlbetondecken, die der Kompass nicht anzeigt. Messungen der vertikalen Magnetfelder erfolgen mit einem Geomagnetometer.

Federkernmatratzen laden sich auch stark elektrisch auf, wenn nicht abgeschirmte elektrische Leitungen in der Nähe sind.

 

Magnetfelddecken

Auf dem Markt werden diverse Magnetfelddecken angeboten, die bei allen möglichen Gesundheitsbeschwerden helfen sollen. Teilweise wird sogar behauptet, dass sie Erdstrahlen, Wasseradern oder andere Störfelder abschirmen würden. Was aus meiner Erfahrung blanker Unsinn ist. Es gibt zwei Arten von Magnetfelddecken, die man grundsätzlich auch von ihrer Wirkungsweise unterscheiden muss:

Magnetfelddecken, die elektronisch gesteuert sind und intermittierende magnetische Wechselfelder erzeugen, sind sicher eine sinnvolle therapeutische Möglichkeit, z.B. bei Rückschmerzen und anderen Gesundheitsstörungen.

Auf diesen Magnetfeldmatten liegt man nur eine begrenzte Zeit. Am besten wäre es natürlich, wenn Sie vor dem Kauf mit dem Arzt darüber sprechen, ob es für Sie eine gute ergänzende Therapie ist. Leider erzeugen einige dieser Magnetfelddecken hohe elektrische Felder, die nicht erwünscht sind und den Heilerfolg stören können. Man sollte beim Kauf danach fragen, ob eine Abschirmung der elektrischen Felder vorgenommen wurde.

Sehr bedenklich sind Magnetfeldmatten mit Permanentmagneten, die ständig im Bett verbleiben und auf denen man die ganze Nacht liegt. Das natürliche Magnetfeld der Erde hat nur minimale Kompaßabweichungen, während auf diesen Decken innerhalb von wenigen Zentimetern Feldverzerrungen bis zu 360 Grad möglich sind. Es wird also das natürliche Magnetfeld der Erde stark gestört und es ist daher fraglich, wo der gesundheitliche Nutzen herkommen soll. Es kann sogar passieren, dass gesundheitliche Beschwerden auftreten, die im Zusammenhang mit solchen Magnetfeld-Auflagen stehen.

Bei kurzfristigen Anwendungen kann es durchaus sein, dass es in Folge der "Reiztherapie" zur Besserung von Beschwerden kommen kann. Sie als ständige Unterlage zu nutzen ist meines Erachtens sehr bedenklich.

Während man auf Federkernmatratzen wegen der eventuellen Störungen durch magnetische Feldverzerrungen möglichst darauf verzichtet, legt man sich mit diesen Magnetfelddecken ein extrem gestörtes Magnetfeld ins Bett! Die folgenden Bilder zeigen die Messmethoden und das Störpotenzial von solchen Magnetfelddecken.