„Die Wahrheit über sog. Erdstrahlen“

Eines der schlimmsten Reizworte in der Medizin ist „Erdstrahlen“. Gibt es sie? Sind sie nur Einbildung von Spinnern? Können sie sogar Krebs verursachen? Die Wellen der Vermutungen schlagen hoch. Doch auf Grund einer eingehenden wissenschaftlichen Untersuchung steht jetzt fest: Es gibt sie. Aber sie sind ganz anders als vermutet.

Es handelt sich nicht um geheimnisvolle Strahlen, sondern um Veränderungen der normalen elektrischen und magnetischen Erdfelder.

Ein Team von Wissenschaftlern und Praktikern aus mehreren Sparten hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu erforschen, ob tatsächlich von bestimmten Bezirken der Erdoberfläche strahlenartige Wirkungen auf uns Menschen ausgehen.

Ermöglicht wurde das Projekt durch finanzielle Unterstützung aus dem Wohnbaufonds des österreichischen Bundesministers für Wirtschaft. Als pensionierter Chefarzt hat Dr. Otto Bergmann aus Wien Zeit gefunden, in seinem Buch „Risikofaktor Standort“ die Ergebnisse vorzustellen:

„Die Standortwirkung löst keinen Vorgang aus, der unbedingt zur Krankheit führen muss. Sie ist vielmehr ein Risikofaktor, der die Wirkung verschiedener krankhafter Einflüsse verstärken kann“, schreibt der Wiener Mediziner.

Solche Einflüsse sind etwa erblich bedingte „Schwachstellen“ des Körpers, Über- und Unterernährung, psychosozialer  Stress, verborgene Dauerbelastungen z.B. durch Entzündungsherde.

Die Wirkung, die von bestimmten Standorten ausgeht, ist Folge einer Energie, die überaus schwach ist - bisher wohl das Haupthindernis für die Erforschung dieses Phänomens.

Diese Energie stört in erster Linie die vielfältigen, feinabgestimmten Steuerungsvorgänge im Organismus, weil diese selber mit minimalem Energieaufwand tätig sind.

Gesundheitsprobleme können auftreten, sobald die Einwirkung langfristig ist.

Deshalb kann ein schlechter Standort, an dem man sich öfters oder sogar immer wieder aufhält, zum gefährlichen Gesundheitsrisiko werden. Das gilt u.a. für die Schlafstelle oder einen Arbeitsplatz. Vor allem dann, wenn eine Krankheitsneigung besteht.

Wichtige Hinweise brachten die Untersuchungen der elektrischen Spannungsunterschiede (die treibenden Kräfte für alle Lebensvorgänge) und des Kreislaufs, der in jeder Situation die Blutversorgung aufrechterhalten muss: Die eindeutig messbaren Veränderungen ihrer Steuerungsmechanismen machen einsichtig, warum der Risikofaktor Standort so gefährlich werden kann.

Es ist aber unbegründet, von krebsauslösenden Erdstrahlen zu sprechen. Zwar können unter bestimmten Voraussetzungen auch Krebserkrankungen die Folge sein. Aber nicht zwangsläufig, wie bisweilen behauptet wird.

Zitat aus:

„Der kritische Patient - Dr. Peter Schmidsberger über unerklärliche Einflüsse“