Elektromagnetische Wechselfelder

Magnetische Wechselfelder entstehen parallel zum elektrischen Wechselfeld immer dann, wenn durch ein Kabel oder eine Leitung Strom fließt. Sie dringen, wie das Magnetfeld der Erde, nahezu ungehindert in jeden Baukörper ein. Magnetische Wechselfelder haben die unterschiedlichsten Frequenzen von wenigen Hertz bis zu vielen Milliarden Hertz, also Schwingungen pro Sekunde. Dabei treten als Hauptfrequenzen zum einen die 50 Hz - Frequenz unserer technischen Energieversorgung (Hausstrom), zum Anderen die 16 2/3 Hz Frequenz der Bundesbahn in den Vordergrund.

Bei magnetischen Wechselfeldeinflüssen im Schlafbereich hat man generell zwischen Feldem zu unterscheiden, die von außen aufgrund von Umgebungseinflüssen in die Häuser eindringen und solchen, die in Häusern selbst erzeugt werden. Außeneinflüsse sind erfahrungsgemäß nicht zu beseitigen. Hier wird die Feldstärke und die Felddynamik mit einem Messgerät und einem Aufzeichnungsgerät ca. 20 - 30 Minuten überwacht.

Außeneinflüsse von weniger als 100 nano - Tesla gelten als zu vernachlässigen, Feldintensitäten von 100 - 500 nT als stark, von über 500 nT als sehr stark. Liegt der Umgebungseinfluss über 500 nT (ca. 20%) so müsste über eine 8-stündige Nachtmessung geklärt werden, wie stark die Feldeinflüsse nachts wirklich sind. Erfahrungsgemäß sinken die Belastungen um 20 - 30% ab. Bei wesentlich stärkeren Feldem sollte man insbesondere wenn beide Hauptfrequenzen vorhanden sind an einen Wohnungswechsel denken.

Interne magnetische Wechselfelder sind leicht zu beseitigen, wenn es sich dabei um Elektrogeräte in, Schlafbereich oder Geräteeinflüsse aus Nachbarräumen handelt. Schwieriger wird es bei Fehlern in der Elektroinstallation infolge eines mangelhaften Potentialausgleiches oder aufgrund von Fehl-, Blind- oder Ausgleichsströmen in Rohrleitungssystemen. Hier kann nur ein qualifizierter Elektriker Abhilfe schaffen.